Gene Hackman




Gene Hackman ist eine lebende Schauspiellegende. Neben Robert Duvall gilt er als bester Mime seiner Generation, als Gigant, dessen Leistungen stets dazu angetan sind, Bewunderung hervorzurufen. In seiner nunmehr 40 Jahre umfassenden Leinwandkarriere, in der sich Klassiker an Klassiker reiht, wurde Hackman mit Ehrungen regelrecht überhäuft: Das American Film Institute und das British Film Institute zeichnete ihn aus. Zwei Golden Globes und der Darstellerpreis beim Internationalen Filmfestival von Cannes unterstreichen seine Ausnahmestellung unter den amerikanischen Schauspielern.

An der Spitze seiner Auszeichnungen stehen allerdings seine Oscars: als bester Darsteller für die Rolle des unerbittlichen Cops Popeye Doyle in "Brennpunkt Brooklyn" und - 21 Jahre später - als bester Nebendarsteller für seinen sadistischen Sheriff in "Erbarmungslos". Drei weitere Nominierungen, für "Bonnie und Clyde", "Kein Lied für meinen Vater" und "Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses", runden das Bild ab.

Zuletzt erlebte man Hackman gemeinsam mit seinem "Die Royal Tenenbaums"-Kollegen Owen Wilson in dem Militärthriller "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle" und David Mamets raffiniertem Krimi "Heist - Der letzte Coup" mit Danny DeVito und Delroy Lindo. Davor spielte er in der Sportkomödie "Helden aus der zweiten Reihe" mit Keanu Reeves, brillierte an der Seite von Morgan Freeman in dem Psychokrimi "Under Suspicion" und agierte mit Will Smith in dem actiongeladenen Blockbuster "Der Staatsfeind Nr. 1".

Hackman wurde am 30. Januar 1931 im kalifornischen Riverside geboren und wuchs in der Kleinstadt Danville, Illinois, auf. Mit 16 Jahren trat er den Marines bei - Startschuss für ein höchst abwechslungsreiches Leben. Hackman arbeitete für kleinere Radio- und TV-Sender, bewarb sich an der Westküste am Pasadena Playhouse Theatre. Obwohl man ihm keine große Aussichten machen wollte, ermöglichte man ihm sein Bühnendebüt. Nach seinem Umzug nach New York und intensivem Schauspielunterricht gelang es ihm tatsächlich, sich einen Namen zu machen.

Seinem Filmdebüt in dem Krimi "Der Tollwütige" im Jahr 1961 folgte Robert Rossens Drama "Lilith", das seiner Karriere einen kräftigen Schub nach vorn gab. Vor allem, weil er in dem Film mit Warren Beatty vor der Kamera stand, der sich an Hackman erinnerte, als es drei Jahre später daran ging, die Rolle seines Filmbruders in "Bonnie And Clyde" zu besetzen. In den siebziger Jahren entfaltete sich die Karriere des ebenso wandelbaren wie unauffälligen, aber doch stets extrem intensiv agierenden Hackman zu voller Blüte. Sei es in intimen Thrillern wie "Der Dialog", sei es in aufwändigen Comic-Epen wie "Superman", wo er als Bösewicht Lex Luthor ganz ungewohnte komische Seiten offenbarte.

Die waren auch im vergangenen Jahrzehnt wieder gefragt, wenn er auf harte Dramen wie "Die Kammer", Thriller wie "Absolute Power" oder Actionfilme wie "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" humorvolle Auftritte in Komödien wie "Schnappt Shorty" oder "Birdcage - Ein Paradies für schräge Vögel" folgen ließ.

Privat ist Gene Hackman ein begeisterter Pilot, Rennfahrer und Maler. Der Vater von drei Kindern lebt in Santa Fe und spielt seit Jahren immer wieder einmal mit dem Gedanken, Regie zu führen.