Als Vincent Mancini in "Der Pate III" wurde Garcia für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Im gleichen Jahr kürte ihn die National Association of Theater Owners (US-Verband der Kinobetreiber) aufgrund seiner Filme "Internal Affairs - Trau' ihm, er ist ein Cop" und "Der Pate III" zum Star des Jahres. Von seinen zahlreichen Auszeichnungen sei hier der Stiftungspreis der Harvard University genannt, mit dem er für seine Beiträge zur amerikanischen Schauspielkunst und zu den interkulturellen Beziehungen gewürdigt wurde. Außerdem ehrte man ihm mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, mit dem Hispanic Heritage Award for the Arts (Kunstpreis der lateinamerikanischen Einwanderer) und mit der Auszeichnung "Vater des Jahres" des Father's Day Council (Vatertags-Beirat). Die St. John's University machte ihn zum Ehrendoktor der Künste, und er erhielt den Champion Award der Oscar de la Hoya Foundation. Seine Firma CineSon Productions gründete Garcia, um Filme und Musik zu produzieren, die ihm besonders am Herzen liegen. Der erste Film dieses Labels war die Stadtromanze "Ticket to Love", in der er neben Andie MacDowell die Hauptrolle spielte. Der Film lief 1999 in den amerikanischen Kinos. Er schrieb außerdem etliche Songs für den Soundtrack, auf dem er auch selbst zu hören ist und den er produzierte. In der CineSon-Produktion "The Man From Elysian Fields" spielte er neben Mick Jagger, James Coburn, Julianna Margulies, Olivia Williams und Anjelica Huston die Hauptrolle. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Pfilmco und Zuckerman Entertainment. Als Executive Producer betreute er "Unsaid" mit sich in der Hauptrolle. CineSon produzierte zusammen mit New Legend Media. Neben Harry Belafonte übernahm er die Hauptrolle in "Swing Vote - Die entscheidende Stimme". Als Executive Producer betreute er diesen ABC-Film zusammen mit Jerry Bruckheimer. Daneben wirkte er in "Desperate Measures"mit - für diese Rolle wurde er mit dem ALMA Award des National Council of La Raza als Bester Darsteller in einer nicht-ethnischen Rolle ausgezeichnet. Weitere Filme: Sidney Lumets "Nacht über Manhattan"; als Lucky Luciano in "Harlem, N. Y. C. - Der Preis der Macht"; "Lorca - Mord an der Freiheit", in dem er den berühmten spanischen Dramatiker und Dichter Federico Garcia Lorca darstellte; "Das Leben nach dem Tod in Denver", "Different Minds - Feindliche Brüder" (außerdem schrieb, produzierte, und sang er vier Songs des Soundtracks); "When a Man Loves a Woman - Eine fast perfekte Liebe" (Garcia und Partnerin Meg Ryan gewannen damit den allerersten PRISM Heritage Award für ihre wahrhaftige Darstellung der Auswirkungen von Alkoholmissbrauch); "Jennifer 8"; "Ein ganz normaler Held"; "Schatten der Vergangenheit"; "Black Rain"; "The Untouchables - Die Unbestechlichen"; "8 Millionen Wege zu sterben"; "Stand and Deliver"; "Das mörderische Paradies"; "Amerikanisches Roulette" und "Clinton and Nadine", einer der erste HBO-Fernsehfilme. Unter dem CineSon-Label debütierte Garcia als Regisseur mit "Like His Rhythm There Is No Other", eine abendfüllende Dokumentation über den renommierten kubanischen Kontrabassisten und Komponisten Israel Lopez Cachao, der den Mambo mit entwickelt hat. Garcia hat den Film, der weltweit von der Kritik gewürdigt wurde, auch produziert. Anschließend produzierte er die CD-Folgen 1 und 2 von "Cachao - Master Sessions", auf dener er auch selbst zu hören ist. Die erste CD gewann 1994 den Grammy, die zweite wurde im Folgejahr für den Grammy nominiert. Beide CDs wurden von CineSon produziert und unter dem Crescent Moon Records-Label von Sony/Epic Music veröffentlicht. Garcia und Cachao taten sich ein weiteres Mal zusammen und nahmen "Cachao - Cuba Linda" für Garcias CineSon-Label auf. Diese CD wurde sowohl für den Grammy als auch für den Latin Grammy 2000 nominiert.
Andy Garcia kam am 12. April 1956 in Havana/Cuba zur Welt. Seine
Familie floh ins Exil nach Miami Beach/Florida, als Fidel Castro
die Macht übernahm. Garcia studierte an der Florida International
University und trat mehrere Jahre an Provinzbühnen auf, bevor
er sich Ende der 70er-Jahre nach Los Angeles aufmachte.
| |||||||||||