Ob als Schauspieler oder als Produzent, Douglas hat bei der Wahl seiner Rollen und Stoffe stets eine gute Nase bewiesen, aktuelle (Kino-)Trends früh erkannt, sich an kontroverse Parts herangewagt und auch in Publikums- bzw. Kassenhits mitgewirkt. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang Filme wie "Das China-Syndrom" (1979), "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" (1984), "Eine verhängnisvolle Affäre" (1987) oder "Basic Instinct" (1992). In New Brunswick, New Jersey, geboren und an der Drama-Abteilung der University of California in Santa Barbara sowie in New York am Neighborhood Playhouse und American Place Theatre zum Schauspieler ausgebildet, begann Douglas seine Karriere in der Filmbranche Mitte der 60er Jahre. Als Regie-Assistent war er bei einer Reihe von Filmen, in denen sein Vater mitwirkte, tätig, ehe er nach seinem Fernsehdebüt in der CBS-Playhouse-Produktion "The Experiment" (1969) die Hauptrolle neben Karl Malden in der populären TV-Serie "Die Straßen von San Francisco" (1972 - 1977) landete, dafür drei Emmy-Nominierungen erhielt und quasi über Nacht internationale Berühmtheit erlangte. Wirklich von sich reden machte Michael Douglas, der zuletzt in den vielfach ausgezeichneten Produktionen "The WonderBoys" (2000) von Curtis Hanson bzw. "Traffic - Die Macht des Kartells" (2001) von Steven Soderbergh im Kino zu bewundern war, als er die Rechte an Ken Keseys Roman "Einer flog über das Kuckucksnest" erwarb und noch nicht mal dreißig Jahre alt den gleichnamigen Film produzierte. Dieser wurde 1975 mit den fünf wichtigsten Oscars ausgezeichnet - darunter für den besten Film - und spielte weltweit mehr als 180 Millionen Dollar ein. Erfolgreich verband er in der Folge oft die Schauspielerei mit dem Produzieren, etwa bei so unterschiedlichen Projekten wie dem Polit-Thriller "Das China-Syndrom", dem Abenteuerfilm "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten", wofür er 1984 von der National Association of Theater Owners als Produzent des Jahres prämiert wurde, oder jüngst bei Harald Zwarts pechschwarzer Komödie "Eine Nacht bei McCool's" ( 2001). Andere Arbeiten, die über die Jahre ohne Michael Douglas' Mitwirken, dafür aber mit ihm bzw. einer seiner Firmen wie Stonebridge Entertainment oder Further Films als Produzent entstanden, waren John Carpenters "Starman" (1984), Joel Schumachers "Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben" (1990), Richard Donners "Radio Flyer" (1992) oder Richard Benjamins "Made in America" (1993). Als ausführender Produzent war das Multitalent 1997 zudem an John Woos "Face/Off - Im Körper des Feindes" und Francis Ford Coppolas "Der Regenmacher" beteiligt. Als Darsteller feierte Douglas 1987 sein bis dato größtes Jahr, als er neben Glenn Close in "Eine verhängnisvolle Affäre" agierte und kurz darauf für seine Darstellung des Börsengurus Gordon Gekko in Oliver Stones "Wall Street" den Oscar als bester Darsteller gewinnen konnte. Weitere Hauptrollen übernahm er in Hits wie "Black Rain" (1989), "Der Rosenkrieg - bis dass der Tod uns scheidet" (1989) mit Kathleen Turner und Danny DeVito, "Falling Down - Ein ganz normaler Tag" (1993) mit Robert Duvall, "Enthüllung" (1994) mit Demi Moore, "Hallo, Mr. President" (1995) mit Annette Bening sowie "Der Geist und die Finsternis" (1996) mit Val Kilmer. Vor "Sag´ kein Wort!" (2002) spielte Douglas noch in den Thrillern "The Game" (1997) und "Ein perfekter Mord" (1998).
Michael Douglas, der seine erste Kinorolle 1969 in Carl Dixons
"Hail, Hero" übernommen hat, wurde 1998 von Generalsekretär
Kofi Annan zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt.
Des Weiteren gründete der Mime, der mit seiner Frau und Kollegin
Catherine Zeta-Jones sowie den Söhnen Cameron und Dylan in
New York lebt, auf Mallorca das Kulturzentrum Costa Nord und eine
unter www.michaeldouglas.com zu erreichende Benefiz-Organisation.
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