August Diehl




Seit seinem eindrucksvollen Kinodebüt als besessener Computer-Hacker Karl Koch in Hans-Christian Schmids Spionage-Thriller "23 - Nichts ist so wie es scheint" (1998) gilt der 1976 in Berlin geborene August Diehl als einer der vielversprechendsten jungen Darsteller Deutschlands. Diese Einschätzung findet ihre Bestätigung in der Tatsache, dass Diehl für seine erste Leinwandrolle prompt mit dem Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller und mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Von dem plötzlich einsetzenden großen Medieninteresse an seiner Person ließ sich der European Shooting Star 2000 jedoch nicht beirren: Zunächst beendete er seine Ausbildung an der renommierten Ernst-Busch-Schauspielschule, um sich dann auf seine Theaterarbeit zu konzentrieren. So war er 1998/99 unter der Regie von Peter Zadek neben Susanne Lothar und Ulrich Mühe in Sarah Kanes schockierendem Drama "Gesäubert" zu sehen. Seit Frühjahr 2000 steht er regelmäßig als Kostja in der Luc-Bondy-Inszenierung von Tschechows "Die Möwe" sowie unter der Regie von Klaus Michael Grüber als Roberto Zucco in Coltés gleichnamigen Stück auf der Bühne des Wiener Burgtheaters.

1999 meldete sich August Diehl mit Egon Günthers "Die Braut" auf der großen Leinwand zurück. Im Jahr darauf folgte Rainer Kaufmanns Ingrid-Noll-Verfilmung "Kalt ist der Abendhauch" (2000), für die er gemeinsam mit Fritzi Haberlandt, Giesela Trowe und Heinz Bennent vor der Kamera stand. In seinem jüngsten Film "Tatoo" (2002) spielt er einen zunächst unmotivierten Polizeischulabsolventen, der gezwungen wird, einer unbarmherzigen Realität ins Gesicht zu blicken...