Gérard Depardieu




Im Laufe seiner langen und erfolgreichen Karriere - bisher spielte er in über 100 Filmen - gibt es kaum eine historische Gestalt, sei aus der Politik oder Kunst, die Gérard Depardieu noch nicht dargestellt hat: Danton oder Rodin, Balzac oder den Grafen von Monte Christo oder Cyrano von Bergerac. Demnächst wird er dieser Ahnenreihe noch eine weitere Persönlichkeit hinzufügen: Neben Christian Clavier wird er in der französischen TV-Produktion "Napoleon" als Polizeiminister Fouché zu sehen sein.

Zu seinem künstlerischen Vermögen addierte sich über die Jahre auch das körperliche Format hinzu, um irgendwann einen der beiden französischen Nationalhelden schlechthin darzustellen: Obelix. "'Asterix & Obelix' war schon immer mein Lieblingscomic" erinnerte sich Depardieu anlässlich der Premiere des ersten Filmes über Obelix und seinen kleineren Freund Asterix. "Es war, als ob etwas dafür in mir angelegt war. Für Obelix ist die übernatürliche Kraft das Normalste auf der Welt. Dafür sind bei Obelix die Momente der Schwäche am Schwierigsten. Da muss man seine Kraft vergessen, seine Naivität behalten."

Ein weiteres Projekt Depardieus ist übrigens eine filmische Biographie über Vercingetorix, der der wirkliche Rebell gegen die römische Besatzung war. In diesem Projekt will Depardieu zusammen mit seinem Sohn Guillaume unter der Regie von Jacques Dorffman auftreten.

Der im Dezember 1948 in der französischen Kleinstadt Chateauroux geborene Depardieu verließ früh die Schule und jobbte in unterschiedlichen Hilfsarbeiten. Erst ein Freund vermittelte ihm Mitte der sechziger Jahre ein Theaterengagment. Depardieu spielte längere Zeit auch in kleineren Filmrollen, bis er durch Bertrand Bliers "Die Ausgebufften" - neben Miou-Miou und Patrick Dewaere - buchstäblich über Nacht zum Star wurde.