An diese Erfolge schlossen sich Rollen in zwei bekannten US-Baseball-Filmen an: Zunächst war Costner als Crash Davis in "Annies Männer" zu sehen, anschließend in "Feld der Träume" als charmant-verrückter Farmer in Iowa, der sein Kornfeld in eine Baseball-Goldgrube verwandeln will. Seine wachsende Popularität erlaubte es Costner, sich mit dem Western "Der mit dem Wolf tanzt" seinen großen Traum von der eigenen Regiearbeit zu erfüllen. Mit einem Minibudget in den Bergen von Süd Dakota gedreht, sorgte das Epos später bei vielen Zweiflern für Erstaunen: Bei den Oscars räumte der Film mit sieben Auszeichnungen ab. Costner wurde als Regisseur und Produzent geehrt. 1991 widmete sich Costner wieder ganz der Schauspielerei: Als "Robin Hood - König der Diebe" und Ermittler Jim Garrison in Oliver Stones "JFK - Tatort Dallas" lieferte er beeindruckende Leistungen. Im Jahr darauf feierte der Star mit dem romantischen Thriller "The Bodyguard" einen weiteren Triumph. Seine Zusammenarbeit mit Clint Eastwood in dem lakonischen Thriller "Perfect World" erntete herausragende Kritiken. Mit "Wyatt Earp - Das Leben einer Legende" kehrte Costner 1994 gemeinsam mit Regisseur Kasdan in den wilden Westen zurück. Im Anschluss daran war er fast sechs Monate mit der Produktion des aufwändigen Unterwasser-Epos "Waterworld" beschäftigt. Für ein wenig Entspannung sorgte die Rolle des charmanten, aber selbstzerstörerischen Golfers in "Tin Cup". 1997 kam mit dem ambitionierten Science Fiction Projekt "Postman" Costners zweite Regiearbeit in die Kinos, die jedoch nicht vom erhofften Erfolg gekrönt war. Nach einer kurzen Phase der Zurückgezogenheit meldete er sich anschließend mit den "Message in a Bottle" zurück, in dem er einen mutlosen Witwer spielt, dem sich eine zweite Chance eröffnet. Im Jahr 2000 war Costner in dem hochspannenden Thriller "13 Days" zu sehen. Am Anschluss daran spielte er in "3000 Miles to Graceland" (der nach schlechtem Abschneiden in den USA erst im Mai in die deutschen Kinos kommt) den niederträchtigen Anführer einer Gang, die während einer "Elvis"-Tagung ein Kasino ausraubt.
In seinem jüngsten Film, "Im Zeichen der Libelle",
ist Costner in der Tradition mystischer Streifen wie "The
Sixth Sense" als Arzt zu sehen, der nach dem Tod seiner Frau
zunehmend unheimlichere Dinge erlebt.
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