Als Kind und Jugendlicher war Vincent Cassel ein begeisterter schlechter Schüler: "Ich war der Lieblingsfeind jedes Lehrers und wurde von einem Internat ins nächste abgeschoben." Nach der Schule machte er sich aus dem Staub: "Weg nach New York! Eine von meinem Vater (dem Schauspieler Jean-Pierre Cassel) geduldete aber nicht unterstützte Flucht." Er studierte Schauspiel am Actor's Institute of New York, bevor er im Alter von zwanzig Jahren nach Frankreich zurückkehrte und zunächst von einem der größten des französischen Theaters unter die Fittiche genommen wurde, von Jean-Louis Barrault. Er wirkte in einigen von dessen späten Inszenierungen mit, darunter "Les oiseaux" und "Le théatre de foire", bevor er Mathieu Kassovitz kennen lernte. Gemeinsam drehten sie "Métisse" (1993) und "Hass" (1995). Ein Karriereschub für beide. Cassel ist völlig unbeeindruckt vom Erfolg oder Misserfolg der Filme, in die er sich hineinbegibt: "Wichtig ist es, mit der Energie einer Arbeit, die du machst, zu verschmelzen." Die beiden Filme, mit denen er in der Vergangenheit am meisten 'verschmolz', waren "Hass" - ein Hit - und "Doberman" - in kommerzieller Hinsicht ein ziemlicher Reinfall. 1998 drehte Cassel mit "Shabat Night Fever" auch seinen ersten Kurzfilm als Regisseur. Über das Etikett "Hoffnung des jungen französischen Film", das ihm in jenem Jahr angehängt wurde, macht er sich gerne lustig: "Ich bin meine eigene Hoffnung, das ist schon nicht schlecht."
In den beiden vergangenen Jahr beeindruckte Vincent Cassel vor
allem durch seine Verkörperung historischer Figuren in den
beiden internationalen Großproduktionen "Elizabeth"
unter der Regie von Shekhar Kapur sowie in Luc Bessons "Johanna
von Orléans".
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