Bereits am Anfang seiner Laufbahn wurde der am 3.April 1924 in Omaha, Nebraska, geborene Schauspieler in vier aufeinanderfolgenden Jahren für den Academy Award als Bester Hauptdarsteller nominiert: Für Elia Kazans "Endstation Sehnsucht", für Kazans "Viva Zapata!", für Joseph L. Mankiewiczs "Julius Caesar" und schließlich 1954 für Kazans "Die Faust Im Nacken". Für dieses legendäre Drama gewann er dann erstmals den Oscar und darüber hinaus den Darstellerpreis des Filmfestivals von Cannes. Während der fünfziger Jahre machte Brandos einzigartiges Charisma den Schauspieler auf und jenseits der Leinwand zu einer künstlerischen und gesellschaftlichen Macht. Die jungen Zuschauer sahen in ihm den rebellischen, nonkonformistischen Prototyp der Beat-Generation, die älteren Kinogänger oftmals die asoziale Bedrohung, verwahrlost und unbeherrscht. Aber Publikum und Kritiker gleichermaßen waren sich darüber einig, dass dieser junge Mann eine der originellsten und unwiderstehlichsten Leinwand-Persönlichkeiten seit langem war. In den frühen siebziger Jahren lieferte Marlon Brando superbe Darstellungen in zwei extrem unterschiedlichen Rollen ab: Für die Titelrolle als Vito Corleone in Francis Ford Coppolas famoser Mafia-Saga "Der Pate" wurde er mit seinem zweiten Oscar ausgezeichnet - und lehnte ihn aus Protest gegen die Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner ab. Für seine Hauptrolle in Bernardo Bertoluccis Drama "Der letzte Tango in Paris" erhielt er eine weitere Oscar-Nominierung. Nach einer langen Auszeit kehrte Brando im Jahr 1989 auf die Leinwand zurück und bekam prompt für seinen Part in "Weisse Zeit der Dürre" seine nächste Oscar-Nominierung.
Darüber hinaus wurde Marlon Brando für sieben British
Film Academy Awards nominiert: Für "Viva Zapata!",
"Julius Caesar" und "Die Faust Im Nacken"
gewann er die begehrten Auszeichnungen. Zu seinen weiteren Filmen
zählen "Der Wilde", "Meuterei auf der Bounty",
"Superman", "Apocalypse Now", "Freshman"
und "Don Juan De Marco".
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