"Als ich das Skript erstmals in die Hände bekam", erinnert Beckinsale, "war ich skeptisch und alles andere als interessiert, mit tief ausgeschnittenem Kleid und blutendem Hals durch einen Vampirfilm zu paradieren. Doch dann realisierte ich, dass Len ein smartes und originelles Action-Epos über den Krieg zweier mythischer Gattungen geschrieben hatte. Ich las es gleich noch einmal, um sicher zu sein, dass ich nicht delirierte und dieser Casting-Coup wirklich für mich gedacht war - um am nächsten Tag zuzusagen!" Kate Beckinsale kam am 26. Juli 1973 als Tochter des britischen Fernsehschauspielers Richard Beckinsale in London zur Welt und trat noch als Teenager in die Fußstapfen ihres Vaters. So ging sie 1991 nicht nur nach Oxford, um Französisch und russische Literatur zu studieren, sondern stand als Tochter von Judy Davis in dem TV-Kriegsdrama "Allein gegen den Wind" erstmals vor der Kamera. Ihr Filmdebüt erlebte sie zwei Jahre später neben Denzel Washington, Emma Thompson und Regisseur Kenneth Branagh in der Verfilmung von "Viel Lärm um nichts". 1996 machte sie in John Schlesingers Verfilmung von Stella Gibbons "Cold Comfort Farm" erstmals auch das amerikanische Publikum auf sich aufmerksam, als es der TV-Film der BBC in den Staaten auf die Leinwände schaffte und sich zum Außenseiter-Hit mauserte. Wechselweise in Kino- und TV-Rollen agierte Beckinsale im Anschluss in der Komödie "Kleine Fische, großes Geld" und einer Produktion von Jane Austens "Emma" für den amerikanischen Kabelsender A&E, bevor sie neben Chloë Sevigny in "Last Days of Disco" und mit Claire Danes in dem Schmuggeldrama "Brokedown Palace" vor der Kamera stand. Mit "Alice im Spiegelland" folgte 1998 wiederum eine ambitionierte, britische TV-Produktion, bevor sie von Michael Bay auserkoren wurde, in "Pearl Harbor" zwischen Ben Affleck und Josh Hartnett zu wählen. Die Schauspielerin überstand das Massaker halbwegs unbeschadet, drehte mit John Cusack die romantische Komödie "Weil es dich gibt" und mit Frances McDormand den Neo-Hippiefilm "Laurel Canyon", bevor nun ihr radikaler Imagewandel in "Underworld" den sicher produktivsten Part ihrer bisherigen Laufbahn einläutet. So drehte sie mit Gary Oldman und Matthew McConaughey die skurrile Komödie "Tiptoes" und mit Hugh Jackman das Fantasy-Spektakel "Van Helsing", um gleich danach mit Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett in der Traumrolle der Ava Gardner für Martin Scorsese in "The Aviator" vor der Kamera zu stehen.
Kate Beckinsale ist mit "Underworld"-Regisseur Len Wiseman
verheiratet und hat mit "Underworld"-Co-Star Michael
Sheen eine vierjährige Tochter.
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