Dank seiner ausserordentlichen Vielseitigkeit und verblüffendem Mut in der Auswahl seiner Haupt- und Nebenrollen gilt Kevin Bacon als einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation, dem es mit jeder Rolle aufs Neue gelingt, seine Fans zu überraschen. Unmittelbar nach Abschluss der Dreharbeiten zu "Hollow Man" wurde Bacon die Ehre zuteil, der erste Empfänger des The Film Society Of Lincoln Center's Young Friends of Films Award zu sein. Bacon verließ seine Heimatstadt Philadelphia, um als jüngster Schüler das Schauspiel im New Yorker Circle in the Square Theatre zu erlernen. Sein Debüt als Filmschauspieler gab er mit der Rolle des Chip in dem Komödienklassiker "National Lampoon's Animal House" ("Ich glaub' mich tritt ein Pferd", 1978). Bereits mit einem seiner nächsten Kinofilme konnte sich Bacon nachhaltig empfehlen: Als sprunghafter Alkoholiker Fenwick in Barry Levinsons wundervoller Jugenderinnerung "American Diner" (1982) sorgte er für Aufsehen, um zwei Jahre später mit dem Megahit "Footloose" (1984) über Nacht zum Teenagerstar aufzusteigen. In den folgenden Jahren sah man Bacon in Filmen wie "She's Having a Baby" (1988), "Der Frauenmörder" (1989), "The Big Picture" (1989), der Gruselspaß "Im Land der Raketenwürmer" (1990), "Flatliners" (1990), "JFK - Tatort Dallas" (1991) und " Eine Frage der Ehre" (1992). Für seinen Part als charismatischer Bösewicht in dem Actioner "Am wilden Fluß" (1994) wurde er für den Golden Globe nominiert. Im Jahr darauf erlebte man ihn in Ron Howards Megahit "Apollo 13" (1995). Zudem wurde Bacon im gleichen Jahr für seine eindrucksvolle Psychostudie eines an der Einzelhaft zu Grunde gehenden Kleinkriminellen in "Murder in the First" (1995) mit einer Auszeichnung als Bester Schauspieler von der Broadcast Critics Association, sowie Nominierungen als Bester Nebendarsteller von der Screen Actors Guild und dem London Film Critics Circle bedacht. 1996 gab Bacon mit der Showtime-Produktion Losing Chase sein Regiedebüt, für das er mit drei Golden-Globe-Nominierungen belohnt und das bei den Filmfestivals von Sundance und Toronto aufgeführt wurde. Im Kino erlebte man den Schauspieler danach in den Filmen "Sleepers" (1996), "Der gebuchte Mann" (1998) mit Jennifer Aniston, "Telling Lies in America" (1997), "Wild Things" (1998) und "Digging to China" (1998). Bacons letzte Filmarbeiten vor "Hollow Man" waren der psychologische Horrorfilm "Echoes - Stimmen aus der Schattenwelt" (1999) und das gefühlvolle Drama "My Dog Skip" (2000). Sein Bühnendebüt gab er 1983 am Broadway neben Sean Penn in "Slab Boys". 1986 hatte er eine weitere Hauptrolle in "Loot". Unlängst erlebte man Bacon in New York auf der Bühne mit Tony Goldwyn in der Komödie "Spike Heels". Zu seinen Off-Broadway-Arbeiten gehören "Album", "Poor Little Lambs" und "Getting Out". Im Fernsehen spielte Kevin Bacon in "Lemon Sky", "The Gift" und dem Kabelfilm "Enormous Changes at the Last Minute". Daneben gehört Bacons Herz auch der Musik: Nachdem er 20 Jahre lang zu Hause gemeinsam mit seinem Bruder Michael gespielt hatte, "outeten" sich die beiden im November 1997 als The Bacon Brothers mit ihrem ersten Album, einer schmissigen Mischung aus Folk- und Rocksongs. Unlängst haben sie ihr zweites Album, "Getting There", veröffentlicht. Kevin Bacon lebt heute mit seiner Frau, der Schauspielerin Kyra Sedgwick, in New York. | |||||||||||